15. September 2026 · 7 Min. Lesezeit

Was ist das für ein Krabbler? Alle guten Wege, es herauszufinden, sortiert danach, wie sicher du sein musst

Apps, Communities und Fachleute, mit denen du ein Insekt oder eine Spinne per Foto bestimmen kannst, auch solche, die nicht von uns sind. Was jede Option gut kann, was sie kostet und wann du einer App nicht mehr trauen und lieber einen Menschen fragen solltest.

Du hast etwas mit zu vielen Beinen gefunden und nur eine Frage: Was ist das? 2026 gibt es mehr Wege als je zuvor, das zu beantworten, und die ehrliche Rangliste lautet nicht „Welche App ist die beste?“, sondern „Wie sicher musst du sein?“. Hier sind alle guten Optionen, die wir kennen, auch die, die nicht von uns stammen, und wofür jede gedacht ist.

Zuerst das Foto

Jede der folgenden Methoden, ob Mensch oder Maschine, ist nur so gut wie das Bild. Drei Dinge beheben die meisten schlechten Ergebnisse:

  • Ein Tier, das das Bild ausfüllt. Tipp darauf, damit die Kamera auf das Tier scharf stellt und nicht auf das Blatt dahinter.
  • Tageslicht, kein Blitz. Der Blitz macht Farben flach und überstrahlt glänzende Flügeldecken.
  • Zuerst von oben, dann von der Seite. Fleckenmuster, Flügeladerung und Beinlänge sind genau das, worauf beim Bestimmen tatsächlich geachtet wird.

Wenn du einen Menschen fragen willst, gib Ort, Datum und eine Größenschätzung dazu (eine Münze daneben reicht).

Schnelle Antwort, ohne Konto: Bestimmungs-Apps

Alle Apps unten sind Stand September 2026 kostenlos fürs iPhone erhältlich. Preise und Funktionen stammen aus dem jeweiligen App-Store-Eintrag; die Genauigkeit der anderen Apps haben wir nicht selbst getestet.

App Was sie abdeckt Konto nötig? Was du kostenlos bekommst Gut zu wissen
Peekabug (wir) Insekten, Spinnen und andere kleine Tiere Nein 3 Bestimmungen pro Tag, in der App oder direkt hier im Browser: Name, wie sicher der Treffer ist und ob das Tier in deiner Nähe unbedenklich ist Sagt „Wahrscheinlich“, „Möglich“ oder „Beste Vermutung“, statt so zu tun, als wüsste sie es; 5 Sprachen; im Mittelpunkt steht das Sammelspiel
Seek by iNaturalist Alles, was lebt: Pflanzen, Tiere, Pilze Nein; erhebt laut Eintrag „standardmäßig keine Nutzerdaten“ Unbegrenzte Bestimmung per Kamera, Abzeichen und Challenges Die Erkennung beruht auf den Beobachtungsdaten von iNaturalist; für Familien gemacht; nicht auf Krabbler spezialisiert
iNaturalist Alles, was lebt Ja, zum Posten Sofortige Vorschläge, danach prüft eine weltweite Community deine Beobachtung Am langsamsten und am vertrauenswürdigsten: Eine von der Community bestätigte Bestimmung liefert echte Daten für die Wissenschaft
Picture Insect Insekten und Spinnen, laut Eintrag „über 4.000 Arten“ Nicht angegeben Bestimmung; laut Eintrag gehören „Insekten ohne Limit bestimmen“ und „Antworten von Entomologen“ zum kostenpflichtigen Premium-Abo (jährlich, 7 Tage Testzeitraum) Bietet außerdem Infos zu Stichen und Bissen sowie zur Schädlingsbekämpfung
BugKnow Insekten, Spinnen und andere Gliederfüßer Nicht angegeben Bestimmung, Artenprofile, ein Stich- und Biss-Check und eine Einschätzung, wie schlimm ein Schädling ist („nur zu Informationszwecken“) Nur auf Englisch; nach eigener Beschreibung für „ganz normale Amerikaner“ gemacht
Google Lens / Apples Visuelles Nachschlagen Alles Nein Schon im Handy eingebaut; einfach auf ein Foto in deiner Mediathek anwenden Keine Trefferwahrscheinlichkeit, keine Sicherheitseinschätzung, lässt sich von Doppelgängern leicht täuschen

Zwei Dinge kann keine App gut, unsere eingeschlossen:

  1. Sicherheit bei schwierigen Gruppen. Kleine braune Nachtfalter, Fliegen, Ameisen und viele Käfer lassen sich anhand eines Handyfotos von niemandem bis zur Art bestimmen. Wenn Peeka „Beste Vermutung“ sagt, meint sie das auch so.
  2. Stiche und Bisse. Ein Foto der Haut kann nicht zuverlässig zeigen, welches Tier dafür verantwortlich ist. Peekabug versucht es gar nicht erst. Wenn ein Stich oder Biss anschwillt, sich ausbreitet oder du dich unwohl fühlst, ist das eine Frage für die Ärztin oder den Arzt, nicht für eine App.

Notiz von der Rezeption: Bei „Wahrscheinlicher Treffer“ stimmt die Bestimmung meistens (24 von 25 in unserem Test). Bei „Möglicher Treffer“ ist es auf Artebene ein Münzwurf, also lies dir die Doppelgänger durch, bevor du den Namen weitererzählst.

Sichere Antwort: Frag einen Menschen

Wenn es darauf ankommt, ob bei einer Spinne im Kinderzimmer oder einem Käfer, den du in deinem Garten noch nie gesehen hast, schlägt ein Mensch, der sich mit der Gruppe auskennt, jede App. Die gute Nachricht: Solche Leute sind leicht zu erreichen, und sie machen das gern.

  • r/whatsthisbug auf Reddit. Hobby- und Berufsentomologen bestimmen Fotos aus aller Welt von Hand, meist innerhalb weniger Stunden. Lies zuerst die Regeln fürs Posten: Sie wollen Ort und Größe wissen und sagen dir, wenn das Foto nicht gut genug ist.
  • BugGuide.net. Ein von Freiwilligen betreutes Fotoarchiv für Insekten, Spinnen und ihre Verwandten aus den USA und Kanada, mit einem Bereich für Bestimmungsanfragen. Langsamer als Reddit, aber die Bestimmungen werden überprüft, und das Archiv selbst ist ein hervorragendes Nachschlagewerk, sobald du die Familie kennst.
  • iNaturalist. Stell das Foto als Beobachtung ein. Die Community bestätigt oder korrigiert die Bestimmung, und sobald zwei Personen übereinstimmen, erreicht sie „Forschungsqualität“. Von hier stammen Peekabugs Saisondaten.
  • Extension Services der Universitäten (USA). Die meisten Universitäten der Bundesstaaten betreiben ein Extension Office, das für die Menschen im Bundesstaat Fotos oder eingeschickte Exemplare bestimmt, oft kostenlos. Such nach „insect identification“ und dem Extension Service deines Bundesstaats.
  • Naturkundemuseen und entomologische Vereine vor Ort. Viele veranstalten Bestimmungstage und beantworten E-Mails. Lohnt sich bei allem, was ungewöhnlich aussieht.

Selbst nachschlagen: Datenbanken

Wenn du einen Familien- oder Gattungsnamen hast und ihn überprüfen willst, sind das die Nachschlagewerke, die wir selbst benutzen:

  • BugGuide.net für Nordamerika, nach Taxonomie geordnet, mit Fotos auf jeder Ebene.
  • Die Taxon-Seiten von iNaturalist für Verbreitungskarten und Saisonalität überall auf der Welt.
  • Wikipedia und Wikispecies für den wissenschaftlichen Namen, Synonyme und eine erste Beschreibung.
  • Der Peekabug-Feldführer für die 181 Arten in unserer App: wo du suchen solltest, wann sie aktiv sind (aus den Nachweisen in Forschungsqualität bei iNaturalist), ihr Lebenszyklus und, für 42 von ihnen, eine von Hand geprüfte Sicherheitsstufe.

So würden wir selbst vorgehen

  1. Scann das Tier mit einer App, dann hast du in zehn Sekunden einen Namen. Wenn die App sich sicher ist und die Sicherheitseinschätzung grün ist, bist du meistens fertig.
  2. Wenn die App sich nicht festlegt oder das Tier beißen oder stechen könnte, stell das Foto mit Ort und Größe auf r/whatsthisbug oder iNaturalist.
  3. Sobald du einen Namen hast, lies in einer Datenbank darüber nach, dann geh wieder raus und schau noch einmal hin. Das ist der Teil, den dir keine App abnehmen kann.

Fragen

Welche kostenlose App bestimmt Insekten am besten per Foto?

Für einen schnellen Namen ohne Konto sind Seek by iNaturalist und Peekabug beide kostenlos herunterzuladen, und keine von beiden verlangt eine Anmeldung. Seek deckt alle Lebewesen ab und erhebt nach eigener Aussage standardmäßig keine Nutzerdaten; Peekabug ist nur für Krabbler gedacht, sagt dir, wie sicher der Treffer ist und ob das Tier in deiner Nähe unbedenklich ist, und gibt dir drei Bestimmungen pro Tag kostenlos. Für eine überprüfte Antwort stellst du das Foto auf iNaturalist oder r/whatsthisbug und lässt Menschen es bestätigen.

Kann Google Lens Insekten erkennen?

Oft ja. Google Lens und Apples „Visuelles Nachschlagen“ sind auf den meisten Handys schon eingebaut und benennen häufige Insekten anhand eines Fotos. Sie geben weder eine Trefferwahrscheinlichkeit noch eine Sicherheitseinschätzung an und lassen sich von Doppelgängern leicht täuschen, also nimm das Ergebnis als Ausgangspunkt.

Wie genau sind Apps zur Insektenbestimmung?

Das hängt vom Foto und von der Art ab. In Peekabugs eigenem Test im Oktober 2026 mit 50 iNaturalist-Fotos in Forschungsqualität traf der Bestimmer in 72 % der Fälle genau die richtige Art und in 76 % die richtige Gattung. Andere Apps veröffentlichen eigene Angaben; keine davon ersetzt einen Menschen, der sich mit der Gruppe auskennt, wenn es auf die Bestimmung ankommt.

Wo kann ich einen echten Entomologen fragen, was das für ein Insekt ist?

Bei r/whatsthisbug auf Reddit, auf BugGuide.net (USA und Kanada), über eine Beobachtung auf iNaturalist oder, in den USA, beim Extension Service der Universität deines Bundesstaats. Schick ein scharfes Foto mit, dazu Ort, Datum und Größe.

Kann mir eine App sagen, was mich gestochen oder gebissen hat?

Manche Apps bieten Informationen zu Stichen und Bissen an. Peekabug bestimmt keine Stiche, Bisse oder Hautausschläge: Ein Foto der Haut kann nicht zuverlässig zeigen, welches Tier dafür verantwortlich ist. Wenn ein Stich oder Biss anschwillt, sich ausbreitet oder du dich unwohl fühlst, geh zu einer Ärztin oder einem Arzt.

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